Akupunktur bei Bronchitis, Lungenentzündung

Die Bronchitis, besonders die chronische Bronchitis, ist eine Erkrankung, bei der man unbedingt an Akupunktur denken sollte. Wenn die Bronchitis schon über Jahre besteht und kleinste körperliche Belastungen oder (krankheitsfördernde) Reize zum Aufflackern der Beschwerden führen, bleibt in der westlichen Medizin nur die symptomatische Therapie, die die Erscheinungsform der Krankheit, nicht aber deren Ursache behandelt.

In der TCM hingegen erkennt man in den Symptomen einer chronischen Bronchitis oft eine energetische Schwäche der Lunge, eventuell begleitet von einer energetischen Schwäche der Milz oder auch der Niere. Dann ist eine kausale Therapie durch Stärkung der entsprechenden Organe möglich. Dies geschieht durch Akupunktur und Moxibustion, eventuell auch durch Ernährungstherapie.

Besondere Bedeutung bei der Akupunkturtherapie der Bronchitis hat neben lokalen und immunstimulierenden Punkten auch der so genannte Meisterpunkt der Atmungsorgane Ren 17. Der Punkt Ren 17 liegt über dem Brustbein in Höhe der 4. Rippe, etwa auf Höhe der Brustwarzen. Er hilft bei vielen Erkrankungen der Atmungsorgane, und interessanterweise liegt er genau dort, wo man normalerweise Heileinreibungen, zum Beispiel mit ätherischen Ölen, bei Lungenerkrankungen vornimmt. Zusätzlich bewirkt die Akupunktur eine Verflüssigung des oft zähen Schleims, was das Abhusten erleichtert.