Spannungskopfschmerzen, oberes HWS-SyndromSpannungskopfschmerzen und oberes Halswirbelsyndrom (HWS-Syndrom) äußern sich durch dumpfe, allmählich auftretende und über Stunden anhaltende Kopfschmerzen, die typischerweise vom Nacken ausgehend bis in die Stirn ausstrahlen. Der Schmerz wird als quälender Druck empfunden, ähnlich einem um den Kopf gespannten Stahlband. Anhaltende Schreibtischarbeit, Lesen mit nach vorn gebeugtem Kopf, Schreibarbeiten am PC, aber auch emotionale psychische Anspannung fördern seine Entstehung. Spannungskopfschmerzen steigern sich nach Häufigkeit und Schmerzintensität meist im Laufe von Monaten und Jahren: Anfangs selten, kann der Patient später täglich daran leiden. Oft entsteht daraus auch ein migräneartiger Kopfschmerz: halbseitiger Kopfschmerz mit Übelkeit bis zum Erbrechen und der Unfähigkeit zu arbeiten. Die konventionelle Therapie besteht in Schmerzmittelgabe, Antidepressiva, auch Krankengymnastik, Massage und muskelentspannenden Techniken. Doch der Spannungskopfschmerz ist eine Erkrankung, die sich auch hervorragend zur Akupunkturtherapie eignet. Prof. Molsberger, Akupunktur in Düsseldorf: "Die GERAC Studien zeigten, dass schon mit nur 10 Akupunkturbehandlungen die Kopfschmerztage pro Monat von 16 auf 6 gesenkt werden; mit der herkömmlichen medikamentösen Therapie erreicht man nur eine Minderung der Kopfschmerztage von 16 auf ca. 15. Die Akupunktur senkt die Schmerzintensität, allerdings ohne Nebenwirkungen und mit der großen Chance auf dauerhafte Ausheilung." Entscheidend ist es, die schmerzhaften Areale im Nacken exakt zu lokalisieren. Zusätzlich zu den Ah-shi Punkten setzen wir in der Praxis in Düsseldorf mehrere Akupunkturpunkte in der näheren Umgebung der schmerzhaften Areale. Dr. Böwing: „ergänzt wird die Akupunktur bei Spannungskopfschmerz – genauso wie bei dem allgemeinen Kopfschmerz, wie auch bei Migräne - durch lokale Akupunkturpunkte sowie mehrere Fernpunkte am Unterarm, an der Hand und am Fuß.“. Handelt es sich bei den Spannungskopfschmerzen um schon seit Jahren bestehende chronische Kopfschmerzen, die eventuell durch einen Schmerzmittelmissbrauch überlagert oder sogar verstärkt sind, empfehlen Dr. G. Böwing und A. Molsberger gleichzeitig ein Schmerzmittelentzug einzuleiten. Je nach Dauer der Erkrankung, so die Erfahrung der Ärzte in Düsseldorf, sind zwischen 3 und 15 Behandlungen erforderlich. In Einzelfällen – bei Patienten, die schon seit 20 oder 30 Jahren an Kopfschmerzen leiden – auch bis zu 25 Sitzungen notwendig. Spannungskopfschmerz - Patientenbeispiel aus der Praxis Dr. G. Böwing und Prof. A. Molsberger, Düsseldorf Anamnese: Seit Herr D., 42 Jahre, vor 1 ½ Jahren wegen einer akuten Blinddarmentzündung operiert wird, hat er täglich Kopfschmerzen. Täglich nimmt er 3–8 Aspirin-Tabletten. Nur selten bringen sie Linderung. Ein Internist, ein Orthopäde und auch ein Neurologe behandeln ihn – jedoch erfolglos. Diagnose: Bei der Untersuchung des Nackens findet sich ein Druckschmerz an beiden Seiten des Hinterkopfs, wo die Nackenmuskulatur an der Hinterhauptsschuppe ansetzt. Durch Reizung dieser Punkte lässt sich der typische Kopfschmerz, ein ausstrahlender Schmerz über die Schläfe in die Stirn, provozieren. Therapie: Die Behandlung besteht in der Nadelung der druckschmerzhaften Ah-Shi-Punkte. 3 Nadeln werden hier eingesetzt. Zusätzlich erhält Herr D. Nadeln im Nacken. Während wir die Nadeln an den Ah-Shi-Punkten nach stärkerer Stimulation nach 5 Minuten wieder entfernen, bleiben die anderen 20 Minuten liegen. Anschließend werden 2 Punkte am Unterarm gestochen und kräftig stimuliert. Dabei bewegt Herr D. den Nacken so, wie es normalerweise schmerzhaft für ihn ist. Verlauf: Von Sitzung zu Sitzung nehmen die Beschwerden ab. Nach der 10. Behandlung ist Herr D. schmerzfrei. Vermutlich kam es bei der Operation zu einer chronischen Verspannung der Nackenmuskulatur – wie dies nach manchen Narkosen, bedingt durch die lange Operationsdauer oder bestimmte Lagerung des Kopfs, zu beobachten ist. Die Beschwerdefreiheit hält nunmehr seit über 10 Jahren an.
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