Karpaltunnelsyndrom

Karpaltunnelsyndrom  –  gibt es eine Therapie ohne Operation?

Die Operation des Karpaltunellsyndroms gehört zu häufigsten chirurgischen Eingriffen. Das liegt an der Häufigkeit der Erkrankung wie auch an der meist langfristig erfolglosen konservativen Therapie:

  • Medikamente (Cortison, Antiphlogistika, Schmerzmittel) oder der
  • nächtlichen Ruhigstellung des Handgelenks in einer Schiene.

Die kurzfristigen Ergebnisse einer Karpaltunneloperation sind meist gut, langfristig kommt es aber häufig zu einem Wiederauftreten der Beschwerden. Auch ist die Heilungsdauer eines Karpaltunnelsyndroms nach einer Operation mit 1,5 – 6 Monaten lang. Aus diesem Grund sind Ärzte und Patienten auf der Suche nach wirksamen Therapiealternativen. Die NSM-Therapie zeigt hier vielversprechende Ergebnisse. In der Regel nach 2 Behandlungen sind die Schmerzen deutlich vermindert. Selten benötigt man mehr als 6 Behandlungen. Bisherige Erfahrungsberichte und Patientenbeispiele  zur NSM-Therapie zeigen beim Karapaltunnelsydnrom oft eine dauerhafte Wirkung ohne Medikamente oder Operation.

Wie wirkt die NSM-Stimulation bei einem Karpaltunnelsyndrom?

Es ist bekannt, dass zelleigene elektrische Felder noch unterhalb der biochemischen Ebene Entzündung, Regeneration und die Zellmobilität steuern. Die NSM-Stimulation moduliert diese zelleigenen elektrischen Felder punktuell in den für die Erkrankung relevanten Gewebeanteilen. Hierbei spricht nicht nur die erstaunlich schnelle, oft innerhalb von 90 Minuten eintretende Wirkung, sondern u.a. auch die erstaunliche Nachhaltigkeit, nicht selten bis zur Ausheilung einer Erkrankung, für einen fundamentalen zellulären Wirkmechanismus. Wir gehen deshalb von einem zellulären Wirkmechanismus aus, bei dem durch das spezifische elektrische Feld der NSM-Stimulation die Entzündung des krankheitsrelevanten Gewebes gestoppt wird und die Zellen dorthin gesteuert werden, wo sie zu Regeneration gebraucht werden. Beim Karpatunnelsyndrom ist die abschwellende Wirkung des NSM-Stimulatio besonderst wichtig, weil hierdurch der Druck vom “eingeklemmten” Nerv genommen wird. Die Schwellung geht zurück, der Nerv kann regenerieren und die Patienten können eine Operation umgehen.

Habe ich ein Karpaltunnelsyndrom? Gibt es einen Selbsttest?

Prüfen Sie die beiden Tests beim Karpaltunnelsyndom:

  • Klopfen Sie kräftig auf das beugeseitig  beider Handgelenk. An der betroffenen Hand spüren Sie ein durch das Klopfen ausgelöstes starkes Kribbeln besonders im Daumen, Zeige- und Mittelfinger.
  • Bilden Sie mit Daumen und Zeigefinger einen Ring und versuchen sie mit der anderen Hand diesen aufzuziehen. An der Hand mit einem Karpaltunnelsyndrom bemerken Sie eine Schwäche der Daumenmuskulatur.

Hintergrund Information zum Karpaltunnelsyndrom

Das Carpaltunnelsyndrom, auch kurz CTS oder KTS genannt, ist das häufigste Nervenenpass-Syndrom und macht circa 45 % aller nichttraumatischen Nervenschädigungen aus. Unbehandelt führt das Carpaltunnelsyndrom schlimmstenfalls zu einer dauerhaften Nervenschädigung mit Lähmungserscheinungen an den Fingern und der Hand.

Die Zahl der Erkrankten in Deutschland liegt bei etwa 3-6 %, die Häufigkeit des Carpaltunnelsyndrom in Deutschland beträgt circa 300 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner pro Jahr. Dabei geht die Diagnose Carpaltunnelsyndrom oft einher mit starker körperlicher Arbeit. Auch sind bestimmte Berufsgruppen beim Carpaltunnelsyndrom besonders betroffen. Besonders solche, dieMaschinen mit starker Vibration bedienen. Daher ist das Carpaltunnelsyndrom seit 2003 in der europäischen Berufskrankheitenliste geführt und besetzte im Jahr 2001 Rang sechs der anerkannten Berufskrankheiten. Aber auch viele andere Ursachen (s.u.) können das Auftreten eines Carpaltunnelsyndrom begünstigen.

Die Erkrankung tritt bei Frauen etwa drei mal so häufig auf, wie bei Männern. Grundsätzlich können nur eine Hand oder auch beide befallen sein.

Wie entsteht ein Carpaltunnelsyndrom?

Der Durchgang, der den Carpaltunnel bildet, ist von Haus aus bereits relativ eng. Kommt es nun zusätzlich zu einer Gewebeschwellung, so kann der Nervus medianus durch Druck geschädigt werden. Dies macht sich beim Patienten durch die klassischen Symptome bemerkbar (siehe unten), man spricht dann von einem Carpaltunnelsyndrom.

Zu einer solchen Gewebeschwellung kommt es üblicherweise durch eine mechanische Überlastung, die dann zu einem Reizzustand führt. Andererseits kann auch eine Entzündung oder bestimmte Allgemeinerkrankungen eine solche Gewebeschwellung verursachen.

Folgende Allgemeinerkrankungen können u.a. durch eine Schwellung des Gewebes oder die Verdickung der Sehnen die Entstehung eines Carpaltunnelsyndrom begünstigen:

  • manuelle Arbeit mit den Händen
  • längeres Gehen mit Unteramgehstützen
  • Schwangerschaft/ hormonelle Veränderungen, wie z.B. Wechseljahre
  • wiederholte Sehnenscheidenentzündung der Fingerbeuger
  • Entzündungen im Handbereich
  • rheumatische Erkrankungen, rheumatoide Arthritis
  • chronische Polyarthritis
  • Schilddrüsenfunktionsstörungen/ Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
  • Niereninsuffizienz
  • Diabetes mellitus

Was sind die Symptome des Carpaltunnelsyndrom?

Üblicherweise äußert sich das Carpaltunnelsyndrom in nächtlichen Schmerzen und Missempfindungen wie Kribbeln oder Taubheit in den Fingern, vor allem Daumen bis Mittelfinger. Deshalb berichten viele Patienten über ein nächtliches Einschlafen der Finger oder der ganzen Hand. Weiterhin berichten sie über Steifigkeit und Schwellung. Ist die Druckschädigung des Nerven bereits weiter fortgeschritten, so kann es zu stechenden Schmerzen in der Handfläche kommen. Ausserdem kann ein deutlicher Kraftverlust bei Faustschluss durch Schwächung der Muskulatur ist ein typisches Zeichen der Erkrankung sein.

Der Krankheitsverlauf beim Carpaltunnelsyndromist dabei individuell sehr unterschiedlich. Obwohl einige Patienten über nur mäßige Beschwerden berichten, mit denen sie gut zurecht kommen, gibt es auch andere Fälle. Viele Betroffenen klagen über eine massiv eingeschränkte Lebensqualität mit sehr starker Beeinträchtigung, da sich sich das Carpaltunnelsyndrom auch sehr schnell in einer deutlichen Ausprägung entwickeln kann.

Diagnostik beim CarpaltunnelsyndromWie ist die Diagnostik eines Karpaltunnelsyndroms?

In erster Linie geben die typischen Symptome, wie oben beschrieben, einen klaren Hinweis auf die Erkrankung. Die Diagnose Carpaltunnelsyndrom wird über die Anamnese, Untersuchungen des Gefühlsempfindens der Finger und der Kraft des Daumenballens, Laborwerte, Sonographie, Röntgen und Magnetresonanztomografie, sowie über spezifische Provokationstests (Hoffmann-Tinel oder Phalen Test) gestellt. Jedoch erfolgt der objektive und sichere Nachweis des Carpaltunnelsyndrom durch die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit des Nervus Medianus, um das Ausmaß der Schädigung nachzuweisen und zu bestimmen.

Wie behandelt man das Karpaltunnelsyndrom mit und ohne Operation?

Die konservative Standardtherapie des Carpaltunnelsyndrom basiert auf verschiedenen Therapieansätzen: einerseits kommen Kortison, Schmerzmittel und Vitamin B6 Präparate zum Einsatz, andererseits wird oft eine Nacht-Schiene zur  zur Ruhigstellung des Handgelenks verordnet. Trotzdem lässt sich oft nicht ein nachhaltiger Therapieerfolg erzielen.

In der Regel bleibt dann oft nur noch der Ausweg der Operation des Karpaltunnelsyndrom, bei der das bindegewebe Band, welches das Dach des Tunnels bildet, gespalten wird. So wird wieder Platz im Durchgang geschaffen, in der Hoffnung, dass der Nerv sich wieder erholt und eine dauerhafte Lähmung vermieden werden kann.

Die chirurgische Behandlung des Carpaltunnelsyndrom gehört zu den häufigsten Operationen in Deutschland, kann entweder durch einen offenen oder einen endoskopischen Zugang erfolgen und besteht hauptsächlich in der Durchtrennung des Karpalbandes, welches das Dach des Karpaltunnels bildet. Hierdurch soll die Verengung des Karpaltunnels erweitert werden.

Der Krankheitsverlauf und die Prognose beim Carpaltunnelsyndrom richten sich vor allem nach dem Zeitpunkt, zu dem die Verengung festgestellt und behandelt wurde. Weiterhin ist die Art derdurchgeführten Operation entscheidend. Die Komplikationsrate bei endoskopischen Operationen des Carpaltunnelsyndrom liegt, abhängig von der Erfahrung des Operateurs, bei bis zu 5,6 %. Wir die Operation des Carpaltunnelsyndrom jedoch mit der sogenannten offenen Technik durchgeführt, so liegt die Komplikationsrate nur bei bis zu 2,8 %. Die erhöhte Zahl von Komplikationen bei endoskopischen Eingriffen ist vor allem auf passagere Nervenläsionen zurückzuführen. Neben diesen Nervenschädigungen können Wundinfektionen, Sehnen- und Gefäßverletzungen sowie selten das komplexe regionale Schmerzsyndrom auftreten. Oft sind die Langzeitergebnisse nach einer Karpaltunneloperation enttäuschend, die Patienten können weiterhin chronische Schmerzen haben. Es muss aber auch eine andere Lösung geben, als eine Operation…

NSM-Therapie

Aus gutem Grund scheuen jedoch viele Patienten die Operation. Auch, wenn der Eingriff heute zu den Routineoperationen gehört, so ist doch jede Operation ein Eingriff mit möglichen Risiken und Nebenwirkungen.

NSM-Therapie als nicht-invasive Therapiemethode kann Operation des Carpaltunnelsyndrom verhindern!

Die NSM-Therapie wurde von den Ärzten Prof. Dr. Albrecht Molsberger (Facharzt für Orthopädie) und Dr. Gabriele Böwing (Fachärztin für innere Medizin) entwickelt, die auf den Gebieten der Orthopädie und Schmerztherapie klinisch und wissenschaftlich tätig sind. Basierend auf den Erfahrungen aus der praktischen Tätigkeit sowie ihrer wissenschaftlichen Arbeit insbesondere zurSchmerztherapie wurde die NSM-Stimulation entwickelt, eine innovative Therapie, die eine zuverlässige, schnelle und nachhaltige Behandlung von Schmerzen des Bewegungsapparates und insbesondere auch des Carpaltunnelsyndrom ermöglicht.

Links:

https://www.neueschmerztherapie.de

https://de.wikipedia.org/wiki/Karpaltunnelsyndrom

 

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