Carpaltunnelsyndrom

Was ist das Carpaltunnelsyndrom?

Das Carpaltunnelsyndrom, auch kurz CTS oder KTS genannt, ist das häufigste Nervenenpass-Syndrom und macht circa 45 % aller nichttraumatischen Nervenschädigungen aus. Unbehandelt führt das Carpaltunnelsyndrom schlimmstenfalls zu einer dauerhaften Nervenschädigung mit Lähmungserscheinungen an den Fingern und der Hand.

Geschädigt ist dabei ein Nerv im Handbereich, der Nervus medianus, der für das Gefühlsempfinden von Daumen, Zeigefinger und zum Teil auch der Mittelfinger zuständig ist. Ausserdem steuert er die Bewegung bestimmter Hand- und Fingermuskeln. Die Beschwerden werden durch eine Enge im Carpaltunnel hervorgerufen. Dabei handelt es sich um den Raum zwischen den Handwurzelknochen und dem darüber liegendem sogenannten Carpalband. Die Enge im Carpaltunnel kann zu einer kurzfristigen oder chronisch verlaufenden Druckschädigung des Nerven führen, man spricht dann vom Carpaltunnelsyndrom.

Die Zahl der Erkrankten in Deutschland liegt bei etwa 3-6 %, die Häufigkeit des Carpaltunnelsyndrom in Deutschland beträgt circa 300 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner pro Jahr. Dabei geht die Diagnose Carpaltunnelsyndrom oft einher mit starker körperlicher Arbeit. Auch sind bestimmte Berufsgruppen beim Carpaltunnelsyndrom besonders betroffen. Besonders solche, dieMaschinen mit starker Vibration bedienen. Daher ist das Carpaltunnelsyndrom seit 2003 in der europäischen Berufskrankheitenliste geführt und besetzte im Jahr 2001 Rang sechs der anerkannten Berufskrankheiten. Aber auch viele andere Ursachen (s.u.) können das Auftreten eines Carpaltunnelsyndrom begünstigen.

Bei den Betroffenen kündigt sich das Carpaltunnelsyndrom häufig durch Kribbeln oder Taubheit am Daumen, Zeige- und Mittelfinger an. Diese Beschwerden treten vor allem bei Belastung und in der Nacht auf. Bleibt das Carpaltunnelsyndrom über lange Zeit hinweg unbehandelt, lässt sich meist ein Schwund der Daumenballenmuskulatur feststellen. Dies geht dann mit einer starken Einschränkung der Greiffunktion einher. Schlimmstenfalls kommt es zur kompletten Taubheit sowie Teillähmung des Daumen, die nicht mehr rückgängig zu machen ist.

 

Die Erkrankung tritt bei Frauen etwa drei mal so häufig auf, wie bei Männern. Grundsätzlich können nur eine Hand oder auch beide befallen sein.

Ursachen für ein Carpaltunnelsyndrom

Der Durchgang, der den Carpaltunnel bildet, ist von Haus aus bereits relativ eng. Kommt es nun zusätzlich zu einer Gewebeschwellung, so kann der Nervus medianus durch Druck geschädigt werden. Dies macht sich beim Patienten durch die klassischen Symptome bemerkbar (siehe unten), man spricht dann von einem Carpaltunnelsyndrom.

Zu einer solchen Gewebeschwellung kommt es üblicherweise durch eine mechanische Überlastung, die dann zu einem Reizzustand führt. Andererseits kann auch eine Entzündung oder bestimmte Allgemeinerkrankungen eine solche Gewebeschwellung verursachen.

Folgende Allgemeinerkrankungen können u.a. durch eine Schwellung des Gewebes oder die Verdickung der Sehnen die Entstehung eines Carpaltunnelsyndrom begünstigen:

  • manuelle Arbeit mit den Händen
  • längeres Gehen mit Unteramgehstützen
  • Schwangerschaft/ hormonelle Veränderungen, wie z.B. Wechseljahre
  • wiederholte Sehnenscheidenentzündung der Fingerbeuger
  • Entzündungen im Handbereich
  • rheumatische Erkrankungen, rheumatoide Arthritis
  • chronische Polyarthritis
  • Schilddrüsenfunktionsstörungen/ Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
  • Niereninsuffizienz
  • Diabetes mellitus

Symptome des Carpaltunnelsyndrom

Üblicherweise äußert sich das Carpaltunnelsyndrom in nächtlichen Schmerzen und Missempfindungen wie Kribbeln oder Taubheit in den Fingern. Deshalb berichten viele Patienten über ein nächtliches Einschlafen der Finger oder der ganzen Hand. Weiterhin berichten sie über Steifigkeit und Schwellung. Ist die Druckschädigung des Nerven bereits weiter fortgeschritten, so kann es zu stechenden Schmerzen in der Handfläche kommen. Ausserdem kann ein deutlicher Kraftverlust bei Faustschluss durch Schwächung der Muskulatur ist ein typisches Zeichen der Erkrankung sein.

Der Krankheitsverlauf beim Carpaltunnelsyndromist dabei individuell sehr unterschiedlich. Obwohl einige Patienten über nur mäßige Beschwerden berichten, mit denen sie gut zurecht kommen, gibt es auch andere Fälle. Viele Betroffenen klagen über eine massiv eingeschränkte Lebensqualität mit sehr starker Beeinträchtigung, da sich sich das Carpaltunnelsyndrom auch sehr schnell in einer deutlichen Ausprägung entwickeln kann.

Diagnostik beim CarpaltunnelsyndromDiagnostik

In erster Linie geben die typischen Symptome, wie oben beschrieben, einen klaren Hinweis auf die Erkrankung. Die Diagnose Carpaltunnelsyndrom wird über die Anamnese, Untersuchungen des Gefühlsempfindens der Finger und der Kraft des Daumenballens, Laborwerte, Sonographie, Röntgen und Magnetresonanztomografie, sowie über spezifische Provokationstests (Hoffmann-Tinel oder Phalen Test) gestellt. Jedoch erfolgt der objektive und sichere Nachweis des Carpaltunnelsyndrom durch die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit des Nervus Medianus, um das Ausmaß der Schädigung nachzuweisen und zu bestimmen.

Konventionelle Therapie des Carpaltunnelsyndrom

Die konservative Standardtherapie des Carpaltunnelsyndrom basiert auf verschiedenen Therapieansätzen: einerseits kommen Kortison, Schmerzmittel und Vitamin B6 Präparate zum Einsatz, andererseits werden nächtliche Lagerungsschienen zur Ruhigstellung des Handgelenks verordnet.

In der Regel bleibt dann oft nur noch der Ausweg der Operation des Carpaltunnelsyndrom, bei der das bindegewebe Band, welches das Dach des Tunnels bildet, gespalten wird. So wird wieder Platz im Durchgang geschaffen, in der Hoffnung, dass der Nerv sich wieder erholt und eine dauerhafte Lähmung vermieden werden kann.

Die chirurgische Behandlung des Carpaltunnelsyndrom gehört zu den häufigsten Operationen in Deutschland, kann entweder durch einen offenen oder einen endoskopischen Zugang erfolgen und besteht hauptsächlich in der Durchtrennung des Carpalbandes, welches das Dach des Carpaltunnels bildet.

Der Krankheitsverlauf und die Prognose beim Carpaltunnelsyndrom richten sich vor allem nach dem Zeitpunkt, zu dem die Verengung festgestellt und behandelt wurde. Weiterhin ist die Art derdurchgeführten Operation entscheidend. Die Komplikationsrate bei endoskopischen Operationen des Carpaltunnelsyndrom liegt, abhängig von der Erfahrung des Operateurs, bei bis zu 5,6 %. Wir die Operation des Carpaltunnelsyndrom jedoch mit der sogenannten offenen Technik durchgeführt, so liegt die Komplikationsrate nur bei bis zu 2,8 %. Die erhöhte Zahl von Komplikationen bei endoskopischen Eingriffen ist vor allem auf passagere Nervenläsionen zurückzuführen. Neben diesen Nervenschädigungen können Wundinfektionen, Sehnen- und Gefäßverletzungen sowie selten das komplexe regionale Schmerzsyndrom auftreten.

Es muss aber auch eine andere Lösung geben, als eine Operation…

NSM-Therapie – die Alternative zur Operation!

Aus gutem Grund scheuen jedoch viele Patienten die Operation. Auch, wenn der Eingriff heute zu den Routineoperationen gehört, so ist doch jede Operation ein Eingriff mit möglichen Risiken und Nebenwirkungen.

NSM-Therapie als nicht-invasive Therapiemethode kann Operation des Carpaltunnelsyndrom verhindern!

Die NSM-Therapie wurde von den Ärzten Prof. Dr. Albrecht Molsberger (Facharzt für Orthopädie) und Dr. Gabriele Böwing (Fachärztin für innere Medizin) entwickelt, die auf den Gebieten der Orthopädie und Schmerztherapie klinisch und wissenschaftlich tätig sind. Basierend auf den Erfahrungen aus der praktischen Tätigkeit sowie ihrer wissenschaftlichen Arbeit insbesondere zurSchmerztherapie wurde die NSM-Stimulation entwickelt, eine innovative Therapie, die eine zuverlässige, schnelle und nachhaltige Behandlung von Schmerzen des Bewegungsapparates und insbesondere auch des Carpaltunnelsyndrom ermöglicht.

Wie wirkt die NSM-Stimulation?

Die NSM-Stimulation erzeugt ein elektrisches Feld in der Größenordnung zellulärer elektrischer Felder.  Es ist bekannt, dass zelleigene elektrische Felder noch unterhalb der biochemischen Ebene Entzündung, Regeneration und die Zellmobilität steuern. Die NSM-Stimulation moduliert diese zelleigenen elektrischen Felder punktuell in den für die Erkrankung relevanten Gewebeanteilen. Nicht nur die erstaunlich schnelle, oft innerhalb von 90 Minuten eintretende Wirkung, sondern u.a. auch die erstaunliche Nachhaltigkeit, nicht selten bis zur Ausheilung einer Erkrankung, spricht für einen fundamentalen zellulären Wirkmechanismus. Ebenso verblüffend ist die erstaunliche Indikationsbreite: Orthopädische, sportmedizinische Erkrankungen wie Ischialgie und Muskelfaserrissen bis hin zu neurologischen Schmerzerkrankungen (wie z.B. Migräne oder der quälende Clusterkopfschmerz oder die Trigeminusneuralgie) zeigen gute Therapieerfolge, wie unsere Patientenbeispiele zeigen.Wir gehen von einem zellulären Wirkmechanismus aus, bei dem durch das spezifische elektrische Feld der NSM-Stimulation die Entzündung des krankheitsrelevanten Gewebes gestoppt wird und die Zellen dorthin gesteuert werden, wo sie zu Regeneration gebraucht werden.

Links:

https://www.neueschmerztherapie.de

https://de.wikipedia.org/wiki/Karpaltunnelsyndrom

Therapieoption beim Carpaltunnelsyndrom

Wir denken, dass die  NSM-Therapie (Neurostimualtion nach Molsberger) beim Carpaltunnelsyndrom eine gute Alternative zur Operation darstellt.

Bei von uns behandelten Patienten mit Carpaltunnelsyndrom konnten wir erstaunliche Therapieerfolge erzielen, die sich bereits nach einer Behandlung abzeichneten.

Die Schwellung ging zurück, der Nerv konnte regenerieren und die Patienten konnten eine Operation umgehen.

Der Behandlungsablauf gleicht für den Patienten dem einer Akupunktur. Doch hat die NSM-Therapie im Vergleich zur Akupunktur eine komplett andere Wirkweise und einen unterschiedlichen wissenschaftlichen Hintergrund.

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