Was versteht man unter Clusterkopfschmerz?

Der Clusterkopfschmerz gehört zu den sogenannten trigeminoautonomen Kopfschmerzerkrankungen (TAK) und gehört wahrscheinlich zu einer der schwersten bekannten Schmerzerkrankungen des Menschen. Gemeinsames Kennzeichen der TAK sind massive streng halbseitige Kopfschmerzen mit mindestens einem der sogenannten autonomen Begleitsymptome wie z.B. Augentränen, Nasenlaufen, Augenlidschwellung, Schwitzen der Stirn oder des Gesichts, Rötung der Stirn oder des Gesichts, Völlegefühl im Ohr, etc.

Typische Symptome des Clusterkopfschmerz sind:  

  • streng einseitige, heftigste Kopfschmerzattacken
  • Sitz des Hauptschmerzpunktes: im Bereich des Auges oder der Schläfe
  • Attackendauer: zwischen 15 – 180 Minuten
  • Auftreten häufig meist ein – bis mehrmals/ Nacht
  • immer in Kombination mit mindestens einer Begleiterscheinung (Augentränen, Schwellung der Nasenschleimhaut, Nasenlaufen, Augenlidschwellung, Völlegefühl im Ohr, Schwitzen oder Rötung von Stirn oder Gesicht)
  • bei 90% der Patienten: gehäuftes Auftreten in Frühjahr und Herbst (in „Clustern“)

Die einzelnen Attacken können typischerweise durch Nitroglycerin, Alkohol oder Histamin provoziert und ausgelöst werden („Nitro-Provokationstest“).

Unterschied zur Migräne

Während Migränepatienten im akuten Migräne-Anfall eher die Ruhe suchen und sich häufig in abgedunkelte Räume und ins Bett zurückziehen, ist der Betroffene beim Clusterkopfschmerz motorisch unruhig und geht ständig umher.

Ursache

Die Ursache für den Clusterkopfschmerz ist bis heute nicht geklärt. In bildgebenden Verfahren (Positronenemmissionstomographie) hat man während der Attacke eine Zunahme des regionalen Blutflusses im Gehirn festgestellt. Deshalb geht man davon aus, dass die Regulationsmechanismen im Hypothalamus eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Clusterkopfschmerzen darstellen.

Diagnose

Wie auch bei allen anderen primären Kopfschmerzformen wird die Diagnose beim Clusterkopfschmerz rein klinisch nach den typischen Symptomen gestellt. Immer wieder wird jedoch von Fällen berichtet wird, in denen ein trigeminoautonomer Kopfschmerz durch andere Erkrankungen des Gehirns ausgelöst wird (am häufigsten durch Tumore der Hypophyse). Deswegen ist es, anders als beim Spannungskopfschmerz oder der Migräne wichtig, bei Erstdiagnose eine weiterführende Diagnostik mit einem bildgebenden Verfahren zum Ausschluss anderer Erkrankungen durchzuführen.

Konventionelle Therapie

Migräne Clusterkopfschmerz Cluster Kopfschmerz

Viele der üblichen Schmerzmittel sind bei der Therapie der Clusterkopfschmerzen unwirksam. Deshalb haben die Patienten in den meisten Fällen eine massive Einschränkung der Lebensqualität. Eine häufig effektive Form der Attackenbekämpfung ist die sofortige Inhalation von 100%-igem Sauerstoff über eine Gesichtsmaske. Ebenfalls wirksam ist in manchen Fällen die Gabe von schnellwirksamen Triptanen. Häufig müssen die Patienten über lange Zeiträume Kortison einnehmen. Ebenso gilt dies auch für sehr hohe Dosierungen von Verapamil, welches eigentlich ein Medikament bei Herzrhythmusstörungen ist. So kommt es nicht selten vor, dass die Betroffenen nicht nur vom CLusterkopfschmerz selber, sondern auch von den Nebenwirkungen der sehr starken Medikamente beeinträchtigt sind.

Neue Therapieverfahren

Die Therapie von Clusterkopfschmerzen ist ein Schwerpunkt unserer Praxis. Vor einigen Jahren haben wir erstmals die erstaunliche Wirkung der NSM-Stimulation bei Cluster Kopfschmerz beobachtet. Seitdem haben wir die NSM-Therapie stetig weiterentwickelt und optimiert. Wir denken, das wir mit der NSM-Stimulation, eine neue, innovative Therapie für den Clusterkopfschmerz gefunden haben.

Patientenbeispiele aus unserer Praxis zeigen, dass die Wirksamkeit der NSM-Therapie schneller, anhaltender und nebenwirkungsärmer ist, als alle uns bekannten bisherigen Therapieverfahren (Medikamente, chrirugische Verfahren).

Wir behandeln täglich Clusterpatienten. Gerne könne Sie sich über die Wirkungsweise, den wissenschaftlichen Hintergrund und den Behandlungsablauf einer Therapie mit der NSM-Stimulation informieren.