Was ist Migräne?

Bei der Migräne handelt es sich um eine sehr häufige und verbreitete Kopfschmerzform. In Deutschland sind ca. acht Millionen Menschen von der Migräne betroffen, Männer mit einer Häufigkeit von ca. 7 % und 15% aller Frauen. Dadurch hat die Migräne bereits eine nicht unbedeutende volkswirtschaftliche Relevanz. Die Patienten, vor allem bei Vorliegen einer chronischen Migräne, haben einen enormen Leidensdruck und sind in ihrer Lebensqualität massiv eingeschränkt.

Etwa 90% aller Kopfschmerzen zählen zu den sogenannten primären Kopfschmerzen, beispielsweise die Migräne oder der Spannungskopfschmerz. Nur ein kleiner Anteil von 10% ist auf andere Erkrankungen zurückzuführen (z.B. Tumor, Entzündungen, Trauma etc.). Die Ursache der Migräne ist immer noch nicht vollständig geklärt. Man zählt sie zu den neurologischen Erkrankungen und geht heute davon aus, dass es sich um eine entzündliche Aktivität bzw. eine Fehlregulation im Nervengewebe und den versorgenden Gefäßen handelt.

Man unterschiedet die einfache Migräne, auch “Migräne ohne Aura”, von der “Migräne mit Aura”.

Wie wird die Diagnose Migräne gestellt?

Die Migräne wird anhand der Kriterien der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft rein klinisch diagnostiziert. Das bedeutet, dass die Diagnose der Migräne aufgrund der typischen Symptome, einer körperlichen Untersuchung sowie dem Ausschluss anderer Erkrankungen gestellt wird. Nur in Ausnahmefällen, bei einem untypischen Schmerzmuster oder Erkrankungen in der Vorgeschichte, ist es angezeigt weitere Untersuchungen wie etwa eine Computer- oder Magnetresonanztomographie (CT oder MRT) zu veranlassen.

Spezielle Fragebögen und ein Kopfschmerztagebuch können hilfreich sein und die Diagnose weiter untermauern.

Symptome

Die typischen Migränesymptome sind folgende:

  • sehr starke Kopfschmerzen, die ohne Behandlung 4-72 Stunden andauern
  • in der Regel sind die Schmerzen von pulsierend-pochender Qualität
  • in mehr als der Hälfte der Attacken halbseitig lokalisiert
  • häufig begleitet von Übelkeit, zum Teil auch Erbrechen, Licht-, Lärm- und Geruchsempfindlichkeit und allgemeinem Krankheitsgefühl
  • klassischerweise nehmen die Beschwerden bei körperlicher Aktivität und Kopfbewegung zu

Die “Migräne mit Aura” ist zusätzlich gekennzeichnet durch neurologische Reiz- oder Ausfallerscheinungen, die (unmittelbar) vor den Kopfschmerzen auftreten können:

  • Gesichtsfelddefekte (Augenflimmern)
  • Wahrnehmung gezackter Figuren
  • halbseitige Gefühlsstörungen
  •  halbseitige Lähmungserscheinungen
  • Sprachstörungen

Üblicherweise entwicklen sich die neurologischen Ausfälle über 5 – 20 Minuten und dauern dann bis zu 60 Minuten an. Treten mehrere Aurasymptome gleichzeitig auf, so kann die Aura auch länger als 60 Minuten bestehen bleiben. Typisch für die Aura ist die Art der Ausbreitung: Lähmungserscheinungen steigen beispielsweise von der Hand bis zum Gesicht auf und nicht umgekehrt. Dies ist besonders wichtig für die Abgrenzung zum Schlaganfall.

 

Migräne

Therapie der Migräne

Die Standardtherapie besteht aus:

  • Medikamenten
  • regelmäßiger Tagesrhythmik mit Einhaltung eines regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus, auch an den Wochenenden und in Urlaub
  • Stressvermeidung, Stressbewältigung
  • regelmäßiger Ausdauersport

Deswegen müssen gerade Kopfschmerzpatienten müssen oft täglich Schmerzmittel einnehmen. Bei einem Schmerzmittelgebrauch an mehr als 15 Tagen/ Monat an 3 aufeinanderfolgenden Monaten spricht man bereits von einem “medikamenteninduzierten Kopfschmerz”, der sehr schwierig zu behandeln ist und meistens eine Entzugsbehandlung erforderlich macht.

Jedoch ist der Mensch nicht dafür gemacht, sich jeden Tag mit kritischen chemischen Substanzen auseinanderzusetzen. Ausserdem wird bei regelmäßiger Einnahme die erwünschte schmerzlindernde Wirkung sehr schnell von erheblichen Nebenwirkungen überlagert.

Aus diesem Grund sterben alleine in Deutschland ca. 4000 Patienten pro Jahr an der Einnahme von Kopfschmerzmitteln. Etwa bei 6000-9000 Patienten in Deutschland sind allein aufgrund eines Überkonsums an Schmerzmitteln dien Nieren so stark geschädigt, dass sie regelmäßig dialysieret werden müssen.

Neue Wege in der Migränetherapie

Wir glauben, dass die NSM-Stimulation bei Migräne eine ganz entscheidende neue Therapiemöglichkeit darstellt.  Hierzu werden feine Sonden an das erkrankte Gewebe platziert und mikroprozessorgesteuert elektronisch stimuliert. Aus Patientensicht ähnelt die Therapie einer Akupunktur, ist jedoch technisch völlig anders. Und zwar wurde die Methode von Prof. Dr. med. A. Molsberger entwickelt und basiert auf der Steuerung körpereigener elektrischer Felder.  Die Patientenbeispiele auf dieser Website beruhen zumeist auf computerbasierten Patienteninterviews. Während der Auswertung wissenschaftlicher Studien zur Therapie der Neurostimulation nach Prof. Molsberger (NSM-Stimulation, NSM-Therapie) werden diese Daten in Kooperation mit Prof. M. Karst, Schmerzambulanz der Medizinischen Hochschule Hannover, erhoben.

Viele dieser Patienten werden mit der NSM-Therapie anhaltend beschwerdefrei oder benötigen deutlich weniger, manchmal sogar keine Schmerzmittel mehr.

Die NSM-Stimulation ist nach unserer Erfahrung eine neue Therapie bei Migräne und anderen Kopfschmerzen und eine sehr gute Alternative zur üblichen medikamentösen Therapie.

Des Weiteren können auch die Akupunktur und die Manualtherapie zur weiteren Stabilisierung, Vorbeugung neuer Attacken oder als Ergänzung zur NSM-Therapie eine wertvolle Ergänzung in der Migränetherapie darstellen.

 

Link: https://www.neueschmerztherapie.de