Rückenschmerzen

Die häufigsten Rückenschmerzen sind der chronische Kreuzschmerz. Mit Kosten von rund 17 Milliarden Euro ist diese Erkrankung noch vor den Herz-Kreislauf-Erkrankungen das teuerste medizinische Problem in Deutschland. Aktuell leiden 40 % aller Berufstätigen an Rückenschmerzen. Bei rund 3,5 Millionen Menschen wird die Erkrankung chronisch und etwa die Hälfte von ihnen wird zu medizinischen Problemfällen. Die Betroffenen fallen durchschnittlich 17,5 Arbeitstage pro Jahr aus. Nicht selten enden chronische Kreuzschmerzen nach langjährigem Verlauf in einer Erwerbsminderung. Das sind alarmierende Zahlen. Das Robert-Koch-Institut spricht von einer massiven gesundheitsökonomischen Bedeutung, alleine aufgrund von Rückenschmerzen.

Arztbesuche mehrmals pro Woche, »sich eine Schmerzspritze abholen«, Bandscheibenoperationen, ja sogar mehrfache die Wirbelsäule versteifende Operationen sind keine Seltenheit.

Wie kommt es zu Rückenschmerzen?

Rückenschmerzen können durch die unterschiedlichsten Ursachen bedingt sein. So entstehen Schmerzen im Lendenbereich sehr häufig allein durch Verspannungen der Muskulatur. Auch kann es durch Haltungs- und Bewegungsfehler und dadurch bedingte Fehlbelastungen der Wirbelsäule zu Veränderungen in den kleinen Wirbelgelenken kommen. Schmerzen im Lendenwirbelbereich, die mitunter bis in den Oberschenkel oder ins Knie ausstrahlen, sind die Folge. Viele Patienten leiden Jahre und Jahrzehnte an chronischen Rückenschmerzen.

Meistens haben Rückenschmerzen eine harmlose Ursache!

Unter dem Begriff Rückenschmerzen verbergen sich oft verschiedene Diagnosen: häufig wird auch von Lumbago, Hexenschuss, LWS-Syndrom, Lumboischialgie oder Ischialgie gesprochen. Der klassische Ischiasschmerz (Ischialgie) unterscheidet sich vom einfachen Rückenschmerz durch seine Ausstrahlung ins Bein bis zum Fuß. Meist strahlen die Schmerzen an der Beinaußenseite entlang, und das Bein ist nicht mehr so gut belastbar wie gewohnt. Zuweilen treten die Beinschmerzen auch ohne begleitenden Rückenschmerz auf.

Ischialgien werden auch schonmal durch einen Bandscheibenvorfall verursacht. Dabei engt die Bandscheibe das Rückenmark ein und drückt auf bestimmte Nervenwurzeln. Bei einem Bandscheibenvorfall schüttet der Körper im Bereich der zerstörten Bandscheibe bestimmte entzündungsfördernde Hormone (Zytokine) aus, die dann die Nervenwurzelentzündung auslösen. Anzeichen für eine Nervenentzündung sind die Anfälligkeit des Ischiasnervs für Überlastungen, unglückliche Bewegungen, Zugluft oder Kälte.

In der modernen Orthopädie setzt sich die Überzeugung durch, dass der Nervenschmerz nicht so sehr durch die mechanische Einengung des Nervs, sondern vielmehr durch eine Entzündung der Nervenwurzel bedingt ist. Solche Nervenentzündungen können in manchen Fällen, wenn auch unsicher und sehr langsam, von selbst abheilen. Dann lassen die Schmerzen nach, obwohl der Bandscheibenvorfall unverändert fortbestehen bleibt. Dies ist auch die Erklärung dafür, dass die allermeisten Bandscheibenvorfälle gar keine Schmerzen verursachen und im Grunde keine krankhafte Bedeutung haben.

Wann ist ein Bandscheibenvorfall bedrohlich?

Nur etwa 5% aller Rückenschmerzen liegt ein akuter Bandscheibenvorfall zu Grunde. Von denen wiederum benötigen nur 10% überhaupt eine Operation. Dies ist nur dann nötig, wenn durch die verletzte Bandscheibe neben der oben beschriebenen Nervenwurzelentzündung massiver Druck auf eine Nervenwurzel ausgeübt und diese damit geschädigt wird. Typischerweise kommt es so zu sogenannten neurologischen Ausfällen, wie Gefühlsstörungen, Blasen- und/ oder Mastdarmstörungen oder auch zu muskulären Schwächen bis hin zu Lähmungserscheinungen. Solche Symptome müssen ernstgenommen werden und gelten als Alarmsignal.

Glücklicherweise ist dies nicht oft der Fall, bedarf aber als Notfall einer schnellen Behandlung. Eine Operation ist in diesen sehr seltenen Fällen unumgänglich. Während des operativen Eingriffs wird die durch Druck geschädigte Nervenwurzel wieder freigelegt und der Nerv kann sich anschliessend regenerieren und bestenfalls wieder heilen.

Die übliche Therapie

Die herkömmliche konservative Therapie besteht in der Gabe von Schmerzmitteln, muskelentspannenden Medikamenten, wirbelsäulennahen Injektionen, Krankengymnastik, Bewegungstraining sowie Wärmeanwendungen. Leider ist sie bei chronischem Kreuzschmerz meistens nicht sehr erfolgreich.

Alternativen in der Therapie akuter und chronischer Rückenschmerzen: auch ohne Medikamente und Operation!

Wir denken, dass die Neurostimulation nach Prof. Molsberger (NSM-Therapie) bei akuten und chronischen Rückenschmerzen, sowie bei Nervenwurzelentzündungen eine Therapie mit erstaunlichen Erfolgen sein kann. Patientenbeispiele auf dieser Website zeigen eindrücklich, wie der Verlauf der Erkrankung mit Hilfe der NSM-Behandlung positiv beeinflusst werden kann. Nähere Informationen zum wissenschaftlichen Hintergrund und der Wirkweise sowie zum Ablauf einer Behandlung, können Sie den Links entnehmen. Mit der NSM-Therapie lässt sich auch die Akupunktur gut kombinieren, um eine langfristige Stabilisierung zu unterstützen. Gerade bei Haltung- und Bewegungsfehlern kann eine ergänzende Manualtherapie bzw. Fazientherapie sehr sinnvoll sein.

 

Link: Neue Schmerztherapie