Schleimbeutelentzündung der Hüfte, Trochanterschmerz – erkennen und erfolgreich behandeln – die NSM-Therapie

Eine Schleimbeutelentzündung der Hüfte – oder Trochantertendinose, Trochantertendinitis, Trochanterschmerzsyndrom –  entsteht meist durch natürliche Alterungsprozesse oder Überlastung der Sehen, Bänder und Hüftmuskulatur. Die Erkrankung neigt zu einem jahrelangen chronischen Verlauf. Herkömmliche konservative und operative Behandlungen zeigen oft nicht den gewünschten Erfolg. Neue Therapieverfahren sind dringend erforderlich. Die NSM-Therapie, die in Düsseldorf von Prof. Molsberger entwickelt wurde, zeigt bei der Schleimbeutelentzündung der Hüfte neue therapeutische Möglichkeiten auf.

In Kürze: Schleimbeutelentzündung der Hüfte

  • Synonyme: Trochantertendinose, Trochantertendinitis, Trochanterschmerzsyndrom
  • Ursache: Natürliche Alterung, Überlastung, Fehlstellung
  • Wichtigstes Symptom: nächtlicher Schmerz beim Liegen auf der betroffenen Seite
  • Selbsthilfe: weiche Matratze, Bewegung statt Belastung, Dehnen, Muskelkräftigung
  • Therapie und Krankheitsverlauf: Schmerz-, entzündungshemmende Tabletten, Kortisoninjektionen, Physiotherapie. Seit einigen Jahren erstaunlich gute Ergebnisse mit der NSM Therapie. Operation nur bei nicht beherrschbarem stärkstem Schmerzsyndrom als letzte Wahl.

Inhalt

  • Wodurch entsteht eine Schleimbeutelentzündungen der Hüfte?
  • Woran erkennt man eine Schleimbeutelentzündung der Hüfte?
  • Was kann man selbst tun bei einer Schleimbeutelentzündung der Hüfte?
  • Wodurch entsteht eine Schleimbeutelentzündungen der Hüfte?
  • Welche konservativen und operativen Therapien gibt es bei der Schleimbeutelentzündung der Hüfte? Wie sind die Therapieerfolge und wie sieht der typische Krankheitsverlauf aus?
  • Die NSM-Therapie bei der Schleimbeutelentzündung der Hüfte und dem Trochanterschmerzsyndrom
  • Literatur

Wodurch entsteht eine Schleimbeutelentzündungen der Hüfte?

Die großen Hüftmuskeln setzen am sogenannten Rollhügel (Trochanter) des Oberschenkels an. Sie dienen dazu, das Bein im Hüftgelenk abzuspreizen und zu stabilisieren. Hierbei werden große Kräfte freigesetzt. Diese müssen durch Schleimbeutel, die zwischen Muskulatur und Knochen platziert sind, abgefedert werden.  Hierbei können sich der Ansatz der Muskulatur am Oberschenkelknochen wie auch die darunterliegenden Schleimbeutel entzünden. Ursache sind meist eine altersbedingte Abnahme der Belastbarkeit der Gewebe wie auch sportliche Überlastungen. Frauen sind vier mal häufiger betroffen als Männer, das Alter der Patienten liegt meist über 60 Jahre. Da es sich sowohl um eine Schleimbeutelentzündung wie auch um eine Entzündung der Muskulatur am Trochanter handeln kann, bezeichnet man diese Erkrankung auch synonym als Trochantertendinose, Trochantertendinitis und zusammenfassend als Trochanterschmerzsyndrom.

Woran erkennt man eine Schleimbeutelentzündung der Hüfte?

Wichtigstes Symptom sind die nächtlichen Hüftschmerzen,  weswegen die Patienten nicht auf der betroffenen Seite liegen können. Auch der Einbeinstand auf der betroffenen Seite kann typische Hüftschmerzen verursachen. Weiterhin werden die stechenden, drückenden Schmerzen durch Belastung, zum Beispiel durch längeres Gehen oder Fitnessübungen ausgelöst. Ruhe lindert oft die Beschwerden. Eine Unterscheidung zwischen einer Trochantertendinose und einer Schleimbeutelentzündung kann durch eine Kernspinaufnahme erfolgen.

Was kann man selbst tun bei einer Schleimbeutelentzündung der Hüfte?

Wenn man nachts nicht auf der betroffenen Seite liegen kann, dann sollte man eine weichere Matratze ausprobieren. Lokale Wärmeanwendungen können hilfreich sein. Beim Sport sollte man Übungen meiden, die den Schleimbeutel und die Hüftmuskulatur belasten. Dies bemerkt man an einer Zunahme der Beschwerden nach dem Sport. Viel Bewegung mit wenig Belastung und zusätzliches Dehnen der Hüfte ist hingegen sinnvoll.

Welche konservativen und operativen Therapien gibt es bei der Schleimbeutelentzündung der Hüfte? Wie sind die Therapieerfolge und wie sieht der typische Krankheitsverlauf aus?

Meistens wird die Schleimbeutelentzündung zuerst durch entzündungshemmende Medikamente, zum Bespiel Ibuprofen, behandelt. Danach kommen lokale Injektionen, meist Kortisoninjektionen, zum Einsatz. Daneben wird auch die Stoßwellenbehandlung  eingesetzt. Fast alle Patienten erhalten zusätzlich  Physiotherapie zur Mobilisierung und Dehnung der betroffenen Muskulatur. Insgesamt sind alle diese Therapieversuche häufig nicht so erfolgreich, wie man es sich  wünscht. Die Schleimbeutelentzündung der Hüfte neigt zu einem chronischen Krankheitsverlauf, nicht selten über zwei Jahr und länger. Operationen werden sehr zurückhaltend eingesetzt, da sie ebenfalls erfolglos sein können und Patienten danach möglicherweise mehr Beschwerden haben als vor der Operation. Zu den operativen Maßnahmen gehören die Entfernung des Schleimbeutels (Bursektomie), die Verlängerung der Hüft-Gesäßmuskulatur und die Durchschneidung der Nerven der empfindlichen Knochenhaut. Vor diesem Hintergrund der oft unbefriedigenden Therapieergebnisse bei diesem häufigen Krankheitsbild sucht man in der modernen Orthopädie dringend nach neuen Therapiealternativen. Trotzdem gibt es bisher zu den konservativen wenige und zu den operativen Verfahren keine qualitativ hochwertigen klinischen Studien.

Die NSM-Therapie bei der Schleimbeutelentzündung der Hüfte und dem Trochanterschmerzsyndrom

Die NSM-Therapie wurde von Prof. A. Molsberger für die Therapie orthopädischer und spezieller neurologischer Krankheitsbilder entwickelt. Sie basiert auf der Erkenntnis, dass der Körper Entzündung und Regeneration über zelluläre elektrische Felder steuert. Die NSM-Therapie ist eine weitgehend schmerzfreie Behandlung.  Die Behandlung findet im Liegen unter aseptischen Bedingungen statt (Minimalinvasiv, Interventionelle Schmerztherapie), dauert 30 Minuten und ähnelt aus Patientensicht einer Akupunktur. Im Unterschied zu den konventionellen stereotaktischen Verfahren wird durch die NSM-Therapie kein Gewebe zerstört, sondern das erkrankte Gewebe zur Regeneration angeregt. Die NSM-Therapie der Schleimbeutelentzündung der Hüfte wird inzwischen von vielen Ärzten eingesetzt und viele Patienten zeigen nach einer NSM-Therapie eine erstaunlich zügige und nachhaltige Besserung ihrer Beschwerden bis zur völligen Ausheilung. Die folgenden Patientenbeispiele  in Zusammenarbeit mit der Schmerzambulanz der Medizinischen Hochschule Hannover, Prof. M. Karst, gesammelt.

Schleimbeutelentzündung an der Hüfte

Weiblich, 60 Jahre: “Seit zwei Jahren habe ich eine Schleimbeutelentzündungen an beiden Hüftgelenken. Beim Sport und beim Walken fühlte ich mich stark eingeschränkt. Längeres Sitzen war auch sehr schmerzhaft. Ich war bei drei Ärzten und bekam Röntgen, Sonographie, Schmerzspritzen, Krankengymnastik, Tabletten. Das half immer nur für einige Tage. Ich bekam dann zuerst eine NSM-Behandlung. Nach drei Tagen wurde es deutlich besser. Dann erfolgten noch 6 weitere Behandlungen, die zu einer immer weiteren Besserung führten. Heute bin ich schmerzfrei.“ Fazit: “Ich bin einfach erleichtert und dankbar, dass diese Therapie bei mir durchgeführt wurde.“

Schleimbeutelentzündung der Hüfte, Trochanterschmerz Syndrom

Weiblich, 35 Jahre: “Ich habe seit etwa sechs Jahren Schmerzen an der linken Hüfte beim Liegen. Ich bekam Spritzen und Krankengymnastik. Die Schmerzen waren nie ganz weg, vor allem nachts hatte ich Schmerzen, wenn ich auf der Seite lag.  Es erfolgten dann drei NSM-Sitzungen. Bereits nach der ersten Behandlung wurde es erheblich besser. Dann verschwanden die Schmerzen.“ Fazit der Patientin: “Die beste Behandlung, die ich hatte.”

Schleimbeutelentzündung, Hüftschmerzen, Trochantertendinose

D, H, 70 Jahre: Seit 6 Mon. berichtet die Patientin über Hüftschmerzen und Schmerzen im linken Bein. Deswegen wurde Sie bisher mit Laser, Injektionen, Schmerzmitteln und Krankengymnastik behandelt, jedoch ohne wesentliche Besserung. Bei der Untersuchung findet sich ein schmerzhafter Tochanter (Rollhügel) am linken Oberschenkel, von dort stark seitlich in den Oberschenkel ausstrahlende Schmerzen. Folglich kann die Patientin nachts nicht mehr auf der linken Seite liegen. Die daraufhin durchgeführte erste Behandlung mit der Neurostimulation nach Prof. Molsberger beseitigt den ausstrahlenden Oberschenkelschmerz. Eine zweite Behandlung beseitigt den Oberschenkelschmerz jedoch komplett. Die Patientin ist nach diesen Behandlungen jetzt über ein Jahr beschwerdefrei.

Trochanterschmerz, Trochanterbursitis, Schleimbeutelentzündung

W, H, 67 Jahre: 3 Monante Trochanterbursitis li. Nach einer Neurostimulation 70% Besserung. Weiter Krankengymnastik. Ausheilung innerhalb von 4 Wochen.

Trochanterschmerz

O,R 67. Seit einem Jahr Trochanterschmerz (Trochantertendinose, Bursitis, Hüftbeinschmerz) rechts. Bisherige Therapien nicht von nachhaltigem Erfolg. Nach einer Behandlung mit der Neurostimulation nach Prof. Molsberger bessern sich die Beschwerden innerhalb von 3 Tagen um ca. 60%. Nach einer weiteren Behandlungen weitere Besserung um 90%. Die Patientin ist danach seit über einem Jahr beschwerdefrei. Kein Rezidiv.

Wissenschaftliche Literatur

1. Korakakis V, Whiteley R, Tzavara A, Malliaropoulos N (2018) The effectiveness of extracorporeal shockwave therapy in common lower limb conditions: a systematic review including quantification of patient-rated pain reduction. Br J Sports Med 52:387–407 . doi: 10.1136/bjsports-2016-097347

2. Chandrasekaran S, Lodhia P, Gui C, et al (2015) Outcomes of Open Versus Endoscopic Repair of Abductor Muscle Tears of the Hip: A Systematic Review. Arthrosc – J Arthrosc Relat Surg 31:2057–2067 . doi: 10.1016/j.arthro.2015.03.042

3. Macke C, Krettek C, Brand S (2017) Tendinopathien der Hüfte. Unfallchirurg 120:192–198 . doi: 10.1007/s00113-016-0286-x