Hintergrund Schmerztherapie

Akute Schmerzen und chronische Schmerzen

Akute Schmerzen (z.B. bei Sportverletzungen) haben oft eine eindeutige Ursache und die Behandlung und Therapie kann damit sehr zielgerichtet erfolgen.

Bei chronischen Schmerzen ist eine direkte, schmerzauslösende Ursache oft nicht mehr erkennbar und erfordert die Planung einer speziellen Schmerztherapie.

Es kommt aber auch vor, dass als Ursache ein Verschleiss festgestellt wurde, für den es angeblich keine erfolgversprechende Therapie mehr gibt. Die schmerzauslösenden Rezeptoren liegen jedoch hauptsächlich in dem Bindegewebe, dass den Knochenverschleiss umgibt. Dies sind unsere Muskeln, Sehnen und Bänder, die zwar nur sehr langsam heilen, aber durchaus heilen können. Erst seit einigen Jahren befasst sich die Forschung mit diesem Gebiet der Faszientherapie. Doch sehr schnell war klar, dass das Bindegewebe und nicht die Knochen verantwortlich für viele akute und chronische Schmerzen sind.

Um diese Schmerzen erfolgreich zu Therapien, ist es erforderlich in der Therapie neue Wege zu gehen.

Neue Wege über alte Konventionen und Leitlinien hinaus…

Oft unerkannte Ursachen für chronische Schmerzen

Auch unerkannte Stoffwechselerkrankungen, hormonelle Fehlfunktionen oder rheumatische Erkrankungen können unerklärliche Schmerzen verursachen, die abgeklärt werden sollten und eine spezielle Diagnostik erfordern.

Eine Schmerztherapie erfordert Planung

Schmerzen können den Alltag und die Lebensqualität deutlich einschränken. Eine umfangreiche Erhebung der Krankheitsgeschichte und eine körperliche Untersuchung ist besonders beim chronischen Schmerz für die Therapieplanung unabdingbar.
Die spezielle Schmerztherapie orientiert sich dabei am sogenannten Bio-psycho-sozialen Modell, das ein vielschichtiges Therapiekonzept erfordert.

Therapie

Der akute Schmerz, der Schmerz nach Überlastung, Sportverletzungen oder nach längere zurückliegenden Operationen braucht ebenso eine gute Therapieplanung wie der chronische Schmerz. Diese Therapie kann aber in den meisten Fällen sehr zielgerichtet erfolgen, besonders wenn neue innovative Verfahren angewendet werden.

Beim chronischen Schmerz spricht man von einer multimodalen Schmerztherapie, die nicht nur isoliert den körperlichen Schmerz, sondern den Patienten in seinem emotionalen und sozialen Umfeld wahrnimmt.
Bei der multimodalen Schmerztherapie kommen aber nicht nur konventionelle Verfahren wie Medikamente, Nervenblockaden etc. zum Einsatz, sondern neben bewährten Methoden auch innovative Therapien wie:

Neurostimulation nach Prof. Molsberger (NSM-Therapie)
Akupunktur
Manualtherapie/ Manuelle Medizin/ Faszientherapie/ Medical Flossing
Infusionstherapien
Orthomolekulare Therapie (Ergänzung von Nährstoffen bei nachgewiesenem Mangel)
Mind-Body-Medizin
bioidentische Hormontherapie

Genauso wichtig sind aber auch ausführliche therapeutische Gespräche mit Aufklärung über die Ursachen und die Mechanismen einer chronischen Schmerzerkrankung.

Diese sollten bei Bedarf durch kognitive Verhaltenstherapie sowie psychologischer Unterstützung begleitet werden.