Neuronitis vestibularis, M. Meniére – Akupunktur bei Gleichgewichtsstörungen

Neuronitis vestibularis, M. Meniére – Akupunktur bei Gleichgewichtsstörungen

Patientenbeispiel: Entzündung des Gleichgewichtsnerv, Neuronitis vestibularis

Anamnese:

Herr A. verspürt während eines Zirkusbesuchs eine plötzliche Gangunsicherheit und daraufhin zunehmenden Drehschwindel. Diesen führt er aber zuerst auf die schlechte Luft und ein kurz zuvor getrunkenes Glas Bier zurück. Der Schwindel lässt jedoch nicht nach, und als er am nächsten Morgen aufwacht, verursacht schon die kleinste Kopfbewegung einen mit Übelkeit und Erbrechen einhergehenden Drehschwindel. Auch eine zweitägige anschliessende Bettruhe bringt keine Besserung.

Diagnose:

Der HNO-Arzt diagnostiziert zunächst einen Morbus Menière, dann aber wegen des permanent anhaltenden Schwindels eine Entzündung des Gleichgewichtsnervs (Neuronitis vestibularis). Die verordneten Medikamente bringen aber auch in der folgenden Tagen keinerlei Besserung. Die daraufhin in der Universitätsklinik durchgeführte elektrische Untersuchung der Augenmuskulatur zeigt sogar einen vollständigen Ausfall des Gleichgewichtsnervs.

Therapie:

Neben der bisher erfolglosen medikamentösen Therapie entschließt sich Herr A. nun zur Akupunktur. Die 1. Sitzung erfolgt im Liegen, da Herr A. sich praktisch nicht bewegen kann, ohne dass sich der Schwindel unerträglich verstärkt. Am 2. Behandlungstag kann Herr A., wenn auch noch sehr unsicher, wieder gehen. Von Sitzung zu Sitzung bessert sich das Krankheitsbild. Nach 5 Sitzungen ist Herr A. vollständig beschwerdefrei.

Verlauf:

Etwa 2 Wochen im Anschluss an die letzte Behandlung bemerkt Herr A. plötzlich – und diesmal viel stärker als beim ersten Mal – ein Wiederauftreten des Schwindels. Diesmal wird sofort die Akupunkturtherapie eingesetzt, und noch während der Sitzung verschwinden nach etwa 40 Minuten die Beschwerden komplett. 7 Jahre nach der akuten Entzündung des Gleichgewichtsnervs ist Herr A. noch immer beschwerdefrei.

Die NSM-Neurostimulation bei Gleichgewichtsstörungen – eine neue Therapie entwickelt aus der Akupunktur und Neurophysiologie

In den letzten Jahren haben wir aus unserer Erfahrung mit der Akupunktur und neuen Erkenntnissen der elektrischen Zellphysiologie die Neurostimulation nach Molsberger, genannt die NSM-Therapie entwickelt. Diese Therapie wird oft in Kombination mit der Akupunktur eingesetzt und die Therapieerfolge sind bereits innerhalb von ein bis zwei Behandlungen erkennbar und oft verblüffend, wie viele Patientenbeispiele zeigen. Für den Patienten ähnelt die NSM-Therapie einer Akupunktur, sie ist jedoch technisch komplett anders und medizinisch aufwendiger und dauert 30 Minuten. Das Verfahren beschleunigt den Besserungsverlauf der Akupunktur oft ungemein, so dass eine Schmerzlingerung schneller erreicht wird und insgesamt weniger Therapiesitzungen erforderlich sind.  Die Wirkweise und der Ablauf einer Behandlung mit der NSM-Stimulation unterscheidet sich in einigen Punkten von der einer Akupunktur.

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