Was ist Faszientherapie?

Die Faszientherapie befasst sich mit dem Zusammenspiel von Muskeln, Faszien und Bändern. Diese Strukturen haben großen Einfluss auf die Gelenke. Da sie wie eine Art Stossdämpfer wirken, sind sie von grosser Bedeutung für den gesamten Bewegungsapparat.

Faszien sind eine Art Hülle, in die unsere Muskeln, Sehen und Bänder eingebettet sind. Diese Hüllen sind jedoch mit einer großen Zahl von Schmerzrezeptoren ausgekleidet. Wenn es aufgrund von Verletzungen, Fehlhaltungen oder auch Entzündungen zu Verformungen oder Verdrehungen dieses Bindegewebes kommt, so äussert sich dies bei uns als Schmerz.

Damit wir uns schmerzfrei bewegen können, müssen Faszien, Bänder und Muskeln elastisch sein und stets im reibungslosen Austausch miteinander zusammenarbeiten.

Der theoretische Ansatz der Faszientherapie besagt, dass Verdrehungen, Verklebungen und Entzündungen an Muskeln, Sehnen und Bändern einen normalen Austausch im Gewebe verhindern und deshalb die Schmerzrezeptoren reizen.

Dies kann zu schmerzhaften Funktionsseinschränkungen führen. Weiterhin können auch Nervenblockaden daraus resultieren.

Was sind die Risiken?

Die Faszientherapie ist eine sehr nebenwirkungsarme Behandlung und kann daher bei fast jedem Patienten angewendet werden. Egal ob Säugling oder ältere Person, unerheblich ob Sportler oder eher Sportmuffel: eine Behandlung der Faszien ist bei fast jedem Patienten möglich.

Wann ist eine Therapie sinnvoll?

Einen besonderen Stellenwert hat die Faszientherapie in der Sportmedizin und bei Sportverletzungen, da es sich um eine sehr einfach durchzuführende Therapie handelt.

Ausserdem können auch andere Schmerzerkrankungen, wie Rückenschmerzen, Spannungskopfschmerz oder Gelenkschmerzen mit der Faszientherapie behandelt werden.

Neben den üblichen Grifftechniken der Manuellen Therapie können einerseits das Medical Flossing, andererseits aber auch die „Gua-Sha“ ein wertvoller Bestandteile der Therapie sein.

Die Gua Sha ist eine Massagetechnik aus der TCM (traditionell chinesischen Medizin).
Dabei werden bestimmte Körperregionen mit einem Schaber ausgestrichen. Dadurch soll es zu einer Steigerung der Durchblutung und einer Lösung von Verklebungen in der Tiefe kommen. Ziel ist es, den Stoffwechsels Gewebes nachhaltig anzuregen.

Deshalb ist die Gua-Sha im westlichen Verständnis eine Form der Faszientherapie, die bei unterschiedlichsten Schmerzen (Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Verspannungen,Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen) eine sehr gute ergänzende Therapieoption darstellt.

Ist die Therapie mit anderen Behandlungen kombinierbar?

Bei von uns behandelten Patienten konnten wir beobachten, dass die Kombination eines Verfahrens aus der Faszientherapie mit der NSM-Therapie (NSM-Neurostimulation) einen Heilungsverlauf beschleunigt und die Schmerzlinderung intensivieren konnte. Davon abgesehen ist die Faszientherapie aber grundsätzlich mit fast allen anderen Verfahren wie z.B. der Akupunktur oder Schmerzinjektionen kombinierbar.

Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Fasziendistorsionsmodell

Wirkweise der Faszientherapie

Bei der Faszientherapie soll verklebtes Gewebe und schmerzhafte Triggerpunkte gelöst werden.

Das Gleichgewicht im Bewegungsablauf ist wieder hergestellt. Muskeln, Sehnen und Bänder gleiten wieder problemlos.

Die Schmerzrezeptoren werden nicht länger unnötig gereizt.

Faszientherapie bei Nackenschmerzen und HWS-Syndrom

 

 

 

 

Interessante Informationen zur Faszientherapie

Weitere interessante Informationen über die Bedeutung der Faszien in unserem Körper finden Sie auch hier:

Die Erforschung der Faszien: Stoßdämpfer des Körpers

 

Interessante Informationen gibt es in diesem Video mit Ranga Yogeshwa aus der Sendung „Quarks & Co.“ vom 31.10.2016: