NSM-Therapie – Patienteninformation

Das Wichtigste in Kürze zur NSM-Stimulation:

  • bei der NSM-Stimulation setzen wir feine Nadeln durch die Haut in das erkrankte Gewebe
  • über diese Nadeln erfolgt eine neuartige elektronische Stimulation der Zellen über körpereigene elektrische Felder
  • die Stimulation ist schmerzfrei
  • bereits nach 1-2 Behandlungen lässt sich meist erkennen, ob und in welcher Form die Therapie anschlägt
  • behandelte Patienten berichten über eine Sofort- und Langzeitwirkung.
  • Informationen zum wissenschaftlichen Hintergrund und zur NSM-Therapie im Allgemeinen finden Sie hier.

Voraussetzung für den Erfolg ist eine präzise Diagnostik!

Die Erhebung der Krankengeschichte und eine genaue körperliche Untersuchung sind die Bedingung für einen guten Behandlungserfolg. Durch die Untersuchung identifizieren wir das erkrankte Gewebe, welches z.B. eine eingerissene Bandscheibe, eine entzündete Gelenkkapsel oder Sehne, ein Muskelriss oder auch eine Nervenreizung sein kann. Jedoch muss die körperliche Untersuchung in einigen Fällen durch weitere diagnostische Methoden ergänzt werden. Dazu zählen beispielsweise Röntgen, Kernspinaufnahmen (MRT), Computertomogramm (CT) und Nervenuntersuchungen (z.B. Messung der Nervenleitgeschwindigkeit).

Ablauf einer Behandlung mit der NSM-Stimulation:

Für die Behandlung bringen wir feine Sonden, die sehr viel dünner als Injektionsnadeln sind, genau an die Stelle des erkrankten Gewebes. Sollte sich der Bereich in einem sehr schmerzempfindlichen Gebiet befinden, so setzen wir vorher eine örtliche Betäubung. Anschließend überprüfen wir die korrekte Lage mittels elektronischer Messungen und koppeln die einzelnen Sonden miteinander elektrisch. Um die Behandlung zu starten, legen wir im Anschluss daran ein spezifisches elektrisches Feld an. Die körpereigene Reaktion auf die Stimulation überprüfen wir fortlaufend elektronisch, sollte es nötig sein, so passt sich das elektrische Feld kontinuierlich an.

Wie fühlt sich die Behandlung an?

Die einzelne Behandlung mit der Neurostimulation (NSM-Therapie) dauert 30 Minuten und ist für den Patienten absolut schmerzfrei. In einigen Fällen spürt der Patient maximal ein feines, schmerzloses Kribbeln. Typischerweise berichten die allermeisten Patienten aber, dass sie gar nichts von der NSM-Stimulation bemerken. Direkt nach der Behandlung kann der Patient aufstehen, sich normal bewegen und uneingeschränkt seinen Alltag fortsetzen.

Wie man die Behandlung unterstützen kann:

Damit wir das schmerzhafte Gewebe so genau wie möglich identifizieren können, sollten Sie kurz vor der Behandlung möglichst wenig Schmerzmittel einnehmen. Weiterhin sollten Sie vor und nach der NSM-Stimulation kein Kortison einnehmen, da hierdurch eventuell unerwünschte Wirkungen auftreten können.

Anzahl der Behandlungen und Prognose:

Meistens sind 2-6 Behandlungen mit einem Behandlungsabstand von jeweils 3-7 Tagen erforderlich. Bei jeder Therapiesitzung erwarten wir nach unseren Beobachtungen eine Besserung von etwa 30% – 80%. Nach Abschluss der Therapie verbessern sich die Beschwerden weiterhin für einen Zeitraum von einigen Wochen, häufig bis zu einer vollständigen Beschwerdefreiheit. In einzelnen Fällen sind auch schonmal mehr als 6 Behandlungen erforderlich. Ein Therapieerfolg kann nicht in jedem Fall garantiert werden.

Nebenwirkungen und Verhalten nach der NSM-Stimulation:

Bei bisher über 15.000 durchgeführten Behandlung konnten keine schweren Nebenwirkungen beobachtet werden. Nach der Therapie mit der NSM-Stimulation kann in einzelnen Fällen eine verstärkte Müdigkeit beobachtet werden, welches im Straßenverkehr berücksichtigt werden sollte. Trotz der häufig zu beobachtenden schnellen Beschwerdebesserung sollte man abrupte körperliche Belastungen oder sportliche Betätigungen zunächst vermeiden, da das Gewebe trotz der schnellen Besserung noch Zeit braucht, um anschliessend komplett stabil auszuheilen. Folglich ist eine langsam zunehmende Belastungssteigerung hier der richtige Weg.

Die NSM-Stimulation in Kombination mit anderen Therapien

Ebenfalls kombinieren wir die NSM-Stimulation gerne auch mit anderen Therapieverfahren. Beispielsweise kann man problemlos in gleicher Sitzung Injektionen verabreichen, sofern es sich dabei nicht um Kortison handelt (s.o.). Auch Akupunktur oder Manualtherapie lassen sich mit der NSM-Stimulation kombinieren. Bei kombinierten Therapieverfahren beobachtet man einen beschleunigten Heilungsverlauf und eine langfristige Stabilisierung des Therapieerfolgs. Nach erreichter Schmerzfreiheit dienen Krankengymnastik, Manualtherapie und physikalische Therapie der muskulären Stärkung und der Wiederherstellung vollständiger Beweglichkeit in den Gelenken, sowie normaler Bewegungsabläufe.

Link: https://www.neueschmerztherapie.de