Trigeminus Behandlung - Axomera-Therapie bei Trigeminusneuralgie

Autoren: Dr. med. Gabriele Böwing, Prof. Dr. med. Albrecht Molsberger - Revisionsstand 6.3.2020

Auf Grund der guten Ergebnisse bei Kopfschmerzen, Migräne und bei Clusterkopfschmerz sowie anderen Trigemino-autonomen Kopfschmerzformen setzen wir die Axomera-Therapie (ehem. NSM-Therapie) jetzt auch bei der Trigeminusneuralgie ein.

 

 

 

Aus unserer Erfahrung mit der Akupunktur und neuen Erkenntnissen der elektrischen Zellphysiologie haben wir im Laufe der letzten Jahre die Axomera-Therapie entwickelt. Für den behandelten Patienten ist der Behandlungsablauf bei der Axomera-Therapie nicht allzu unterschiedlich zu einer Behandlung  mit der Akupunktur. Jedoch ist der wissenschaftliche Hintergrund und die Wirkweise eine völlig andere.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Axomera-Therapie - Behandlungsablauf, wissenschaftlicher Hintergrund, Indikationsempfehlungen -  sowie zur Kostenerstattung in unserer Privatpraxis.

Kommentar einer Patientin in einer Facebook Selbsthilfe Gruppe

“Hallo zusammen, erstmal vielen Dank für die Aufnahme! Dieses Jahr habe ich das zweite mal die TN und möchte euch kurz von einer Behandlung berichten, die mir sehr geholfen hat! Ich bin in einer extremen Schmerzphase zu Prof. Dr. Molsberger gegangen und habe mich einer Behandlung unterzogen, der ich erst skeptisch gegenüber stand! Er behandelt Cluster Kopfschmerzen sehr erfolgreich! Ich hatte mich im Wartezimmer mit einem Patient unterhalten, der 500 km für diese Behandlung auf sich nimmt!

Seit der ersten Behandlung wurde es bei mir immer besser! Jetzt nach der 5. Sitzung merke ich nur noch ein leichtes Zwicken, welches jeden Tag weniger wird! Ich hatte in der schlimmsten Phase alle 5 Minuten einen Dauerstrom von einer Minute und konnte nicht einmal mein Gesicht anfassen! Ich hoffe, dass es bald wieder ganz weg ist! Ich möchte bitte keine Antworten auf meinen Beitrag haben, die mir die Hoffnung nehmen könnten. Ich möchte euch nur mitteilen, dass es eine Behandlungsmethode gibt, die es noch nicht lange gibt und  Axomera-Therapie (Neurostimulation nach Molsberger) heisst! Wer Fragen hat kann gerne schreiben! Lg …

Wie unterscheidet man die Trigeminusneuralgie von dem idiopathischen Gesichtsschmerz?

Trigeminusneuralgie

Die klassische Trigeminusneuralgie ist eine Erkrankung, die typischerweise im höheren Lebensalter auftritt. Es kommt zu schlagartigen, für Sekundenbruchteile einschiessende heftigste Schmerzen, typischerweise im Bereich des Versorgungsgebietes der Gesichtsäste des Nervus Trigeminus. Die meisten Patienten beschreiben die Schmerzen bei der Trigeminusneuralgie als scharf, stechend oder blitzartig. Ausserdem lassen sich die Attacken nicht selten durch Aktionen wie Essen, Sprechen, Schlucken, Kauen oder sogar Zähneputzen auslösen. Dabei ist der Patient zwischen den einzelnen Attacken, die mehrfach täglich auftreten können, schmerzfrei.

Der Trigeminusneuralgie kann ein Fehlmechanismus zu Grunde liegen, bei der es in der hinteren Schädelgrube zu einer abnormalen räumlichen Enge einer kleinen Gefäßschlinge zum Nervenstamm des Trigeminusnerv kommt. Dadurch kommt es wiederholt zu Reizungen des Nervenstammes mit einer sich daraus entwickelnden Neuralgie/ Nervenentzündung.

Idiopathischer Gesichtsschmerz

Der idiopathische Gesichtsschmerz ist eine schwer zu therapierende Schmerzerkrankung. Typischerweise beginnt die Erkrankung im Zusammenhang mit zahnärztlichen Eingriffen oder ärztlichen Eingriffen im Kopfbereich. Umso wichtiger ist es, die Patienten auf der verzweifelten Suche nach Ursachen vor weiteren, insbesondere zahnärztlichen Eingriffen, zu bewahren. Denn weitere Eingriffe unterhalten den Schmerz erfahrungsgemäß oder verstärken diesen sogar.

Anders als bei Trigeminusneuralgie entspricht die Schmerzausbreitung nicht dem klassischen Versorgungsgebiet der Gesichtsäste, sondern zeigt sich gehäuft z.B. am seitlichen Nasenflügel oder dem Mundwinkel. Die Patienten beschreiben tägliche Schmerzen, die häufig ohne schmerzfreie Intervalle einem Dauerschmerz entsprechen. Der Gesichtsschmerz wird in den meisten Fällen als brennend, ziehend, aber häufig auch pochend beschrieben. Betroffene nehmen den Gesichtsschmerz als diffus, nicht konkret lokalisierbar und in der Tiefe wahr. Dabei kann sich der Schmerz auch räumlich verändern oder sogar die Seite des Gesichts wechseln.

Die Ursache für einen idiopathischen Gesichtsschmerz ist bis heute nicht geklärt. Laborbefunde, neurologische Untersuchungen sowie bildgebende Verfahren dienen lediglich dem Ausschluss anderer Grunderkrankungen.

Typische Symptome der Trigeminusneuralgie

  • immer wieder auch schmerzfreie Intervalle, kein Dauerschmerz
  • die Attacken sind häufig auflösbar durch z.B.: Schlucken, Zungenbewegung, Sprechen, Berührungen
  • der Schmerz ist scharf umgrenzt, einschneidend und oberflächlich
  • die Schmerzen beschränken sich auf das Versorgungsgebiet der Gesichtsäste des Trigeminusnerv
  • meistens unauffällige neurologische Befunde

Typische Symptome des idiopathischen Gesichtsschmerz

  • Dauerschmerz, kaum schmerzfreie Tage, evtl. wechselnde Schmerzintensität
  • der Schmerz wird als diffus, nicht direkt lokalisierbar und in der Tiefe wahrgenommen
  • die Schmerzen sind nicht auf das Versorgungsgebiet der Gesichtsäste beschränkt und zeigt Übergänge in den Halsbereich
  • evtl. Allodynie (Schmerz, der durch Reize ausgelöst wird, welche üblicherweise keinen Schmerz verursachen)

Diagnose

Sowohl die Diagnose der Trigeminusneuralgie als auch des idiopathischen Gesichtsschmerz wird anhand der Leitsymptome und dem Ausschluss anderer Grunderkrankungen (z.B. Tumor, Multiple Sklerose, etc.) gestellt. Da es weder typische Laborbefunde noch organische Befunde gibt, dient die weiterführende bildgebende Diagnostik lediglich dem Ausschluss einer anderen Grunderkrankung.

Therapie

Die konventionelle Therapie des idiopathischen Gesichtsschmerz und der Trigeminusneuralgie besteht in Medikamenten, darunter Schmerzmittel und Medikamente gegen Epilepsie sowie Antidepressiva. Im Rahmen einer multimodalen Schmerztherapie erlernen die Patienten u.a. Entspannungsverfahren und bekommen Unterstützung durch eine kognitive Verhaltenstherapie.

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